Internationale Online-Konferenz "Green Cooling Summit 2025"
Eine nachhaltige Klimatisierung von Gebäuden (Kühlen und Heizen) wird immer wichtiger – Der diesjährige „Green Cooling Summit“ zeigt Lösungen auf. Die Veranstaltung auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des Umweltbundesamtes (UBA) im Auftrag des Bundesumweltministeriums findet am 20. und 21. Mai 2025 wieder als reines Online-Format statt.
Gebäude sind weltweit für einen erheblichen Anteil des Gesamtenergiebedarfs verantwortlich. Durch die Zunahme der Urbanisierung sowie des weltweiten Bevölkerungs- und Temperaturanstiegs wird sich der Kühlungsbedarf in Gebäuden nach Schätzungen bis 2050 etwa verdreifachen und dadurch den Strombedarf in dieser Anwendung verdoppeln. Ohne Gegenmaßnahmen wird der Bedarf die CO2-äquivalenten Emissionen auf 6,1 Milliarden Tonnen ansteigen lassen (Global Cooling Watch, UNEP, 2023). Zum Vergleich: 6 Milliarden Tonnen anthropogene CO2-Emissionen wurden 1950 weltweit verursacht (The World in Data). Die Nutzung von Kältemitteln mit hohem Treibhauspotential verschärft das Problem und die damit einhergehenden klimabedingten Herausforderungen.
Der „Green Cooling Summit“ soll ein Schlaglicht darauf werfen, wie Lösungen mit halogenfreien natürlichen Kältemitteln wie etwa Kohlenwasserstoffe und Ammoniak im Gebäudebereich entlastend für Umwelt und Klima im Vergleich zu den bisherigen Techniken mit teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) wirken. Außerdem sollen deren Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Das Hauptziel ist, die Verbreitung solcher Techniken für die Gebäudeklimatisierung zu unterstützen, die sowohl auf natürliche Kältemittel setzen als auch energieeffizient sind. Das verbessert nicht nur die Umweltbilanz und Stromversorgungssicherheit in den einzelnen Staaten, sondern hilft diesen auch bei der Erfüllung ihrer HFKW-Phase-down-Verpflichtungen gemäß dem Beschluss von Kigali zum Montrealer Protokoll.
Zusätzlich zur maschinellen Gebäudekühlung sollen sowohl passive gebäudeseitige Maßnahmen des sommerlichen Wärmeschutzes wie Verschattung und Dämmung als auch die Umsetzung ambitionierter Energieeffizienzstandards in den Blick genommen werden. Konkrete Beispiele zu Kälte- und Wärmenetzen sowie der Gebäudeklimatisierung zeigen die nachhaltigen Optionen in der Praxis auf.
Der „Green Cooling Summit 2025“ richtet sich an Hersteller und Anwender von Klimatechniken in Gebäuden sowie an Architekten, Bauingenieure und Wissenschaftler. Die Teilnahme ist kostenlos.