Aussehen und Vorkommen
Die Dieb(s)käfer (Ptininae) sind eine Unterfamilie der Nagekäfer (Ptinidae) und sind weltweit verbreitet. In Mitteleuropa kommen ungefähr 30 Arten vor, von denen einige als Vorrats- und Materialschädlinge bekannt sind. Relevante Arten, die als Schädlinge in unseren Breiten auftreten, sind unter anderem der Kräuterdieb (Ptinus fur), der Gelbbraune Diebkäfer (Ptinus clavipes) und der Kleine Diebkäfer (Ptinus pusillus). Der Australische Diebkäfer (Ptinus tectus) stammt, wie der Name schon vermuten lässt, aus Australien. Diese Art ist aber mittlerweile auch in Mitteleuropa weit verbreitet.
Diebkäfer sind im Allgemeinen circa 3 bis 5 mm groß, haben einen rundlichen Hinterleib und ein kleines Halsschild. Ihre langen Beine geben ihnen ein spinnenartiges Aussehen.
Die Larven der Diebkäfer werden bis 5 mm lang, sind weißlich gefärbt und haben eine hellbraune Kopfkapsel und sechs Brustbeine. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven sind lichtscheu und zeigen sich erst bei Dunkelheit.
Beim Kräuterdieb gibt es einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus: Die Männchen sind eher schmal und gleichmäßig bräunlich gefärbt. Die Weibchen sind deutlich größer, rundlich und haben außerdem vier markante, weißlich behaarte Stellen. Die erwachsenen Käfer des Australischen Diebkäfers sind circa 4 mm groß, hell- bis kastanienbraun gefärbt und behaart.
Auch Messingkäfer und Kugel- oder Buckelkäfer gehört zur Unterfamilie der Diebkäfer und werden in separaten Steckbriefen vorgestellt.