Aussehen und Vorkommen
Mit bloßem Auge sind Hausstaubmilben, von denen es weltweit etwa 150 Arten gibt, nicht zu erkennen. Unter dem Mikroskop sind die 0,1 bis 0,5 mm großen Tiere an ihrem ovalen Körper zu erkennen. Männchen sind deutlich kleiner als Weibchen. Charakteristisch sind bei erwachsenen Tieren vier Beinpaare. Die häufigsten Hausstaubmilbenarten in unseren Haushalten sind Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae.
Hausstaubmilben ernähren sich in erster Linie von kleinen menschlichen oder tierischen Hautschuppen, Haaren oder Federn. Sie finden sich überall im Staub von Innenräumen. Bevorzugte Aufenthaltsorte sind vor allem Bettmatratzen, Oberbett und alte Polstermöbel. Dort sind in der Regel ausreichend Hautschuppen und Haare als Nahrung vorhanden. Betten sind besonders betroffen, da Menschen im Schlaf pro Nacht rund 200 ml Feuchtigkeit ausschwitzen. Für die Milben ist dieses feuchtwarme Klima ideal, daher halten sie sich bevorzugt in wenig belüfteten und daher feuchten Räumen auf. Bei weniger günstigen Lebensbedingungen, wie zum Beispiel Trockenheit, können die Milben Dauerstadien bilden und so längere Perioden überdauern. Die Hauptvermehrungszeit liegt in den Monaten Mai bis Oktober. In den Wintermonaten sinkt in der Regel die Vermehrungsrate, da durch das Heizen die Raumluftfeuchte stark absinkt.