Aussehen und Vorkommen
Die Familie der Kriebelmücken (Simuliidae) sind weltweit verbreitet. In Deutschland sind etwa 57 Arten bekannt.
Die erwachsenen (adulten) Mücken sind klein (zwischen 2 und 6 mm) und grau-schwarz gefärbt. Sie kommen in der Nähe von Fließgewässern vor, da ihre Larven und Puppen sich ausschließlich in Fließgewässern entwickeln. Die wurmförmigen Larven, von denen es 6 bis 7 Stadien bis zur Verpuppung gibt, übernehmen dabei wichtige ökologische Aufgaben im Gewässer. Sie filtrieren Wasser und ernähren sich von Detritus und verschiedenen Mikroorganismen, zum Beispiel von Bakterien und Phytoplankton. Aus der Puppe schlüpft die adulte Mücke, die sich häufig in der Nähe ihrer Schlupfgewässer zu Schwärmen zusammenfinden, auf der Suche nach einem Partner für die Paarung.
Weibliche Kriebelmücken benötigen für die Reifung der Eier eine Blutmahlzeit, die sie bei Vögeln, Säugetieren und dem Menschen aufnehmen. Mit den klingen- beziehungsweise sägeartigen Stechborsten verletzen (beißen) die Weibchen die Haut und lecken das austretende Blut auf. Dabei wird zum einen ein Sekret in die Wunde abgegeben, das die Blutgerinnung hemmt. Zum anderen können Keime, die an den Mücken anhaften, in die Wunde eingebracht werden.