“Fridays for Future”, Dürresommer und das “1,5-Grad-Ziel” unterstreichen Dringlichkeit im Klimaschutz
Mehrere Ereignisse rücken in den Jahren 2018 / 2019 den Klimawandel ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit:
Inspiriert von der 15-jährigen Schwedin Greta Thunberg treten weltweit immer mehr Schülerinnen und Schüler freitags in den Schulstreik und gehen für wirksamen Klimaschutz und die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens auf die Straße. Die Bewegung „Fridays for Future“ verbreitet sich über die sozialen Netzwerke bis nach Afghanistan, China oder Bangladesch. Auch in Deutschland gründen sich viele Ortsgruppen. Immer mehr Menschen aller Alters- und Berufsgruppen schließen sich der Bewegung an und bilden eigene Gruppen wie die „Parents for Future“ oder die „Economists for Future“. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen sich als „Scientists for Future“ hinter die Bewegung und sagen: Die Forderungen der Jugendlichen sind berechtigt!
Ebenfalls 2018 erscheint der Sonderbericht des Weltklimarates über 1,5 Grad Celsius globale Erwärmung. Er unterstreicht, wie wichtig es ist, die Treibhausgasemissionen weltweit schnell zu senken. Denn bereits bei einer globalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius sind die Risiken für das Klimasystem, Natur und Mensch immens und höher als bisher angenommen. Das UBA empfiehlt daher, die Klimaschutzambition innerhalb und außerhalb der EU sowie im Rahmen der G20 substanziell zu steigern.
In Deutschland sind die Folgen des Klimawandels 2018 so stark wie nie zuvor im Alltag zu spüren: Vom Frühjahr bis in den Herbst fällt in vielen Regionen Deutschlands kaum Regen. Die Landwirtschaft verzeichnet dramatische Ernteverluste. Lokal kommt es zu Engpässen bei der Trinkwasserversorgung und zu Restriktionen, was etwa das Bewässern von Gärten angeht. Zahlreiche Waldbrände sind eine große Herausforderung für die Feuerwehr und führen teils zu Evakuierungen von Anwohnerinnen und Anwohnern. Nach und nach zeigen sich auch schwere Schäden an den Wäldern durch die Trockenheit.
- Themenseite zum Sonderbericht des Weltklimarates über 1,5°C globale Erwärmung
- UBA-Hintergrundpapier von 2019 zur Ausrichtung der EU-Klimapolitik am 1,5 °C-Ziel
- UBA-Forschungsvorhaben 2019 bis 2021 zur für das 1,5 °C-Ziel notwendigen Klimapolitik der G20-Staaten
- UBA-Studie zur für das 1,5 °C-Ziel notwendigen Anpassung des EU-Emissionshandels